Case Management in der Schmerz- und Palliativversorgung

Case Management

Das Modellprojekt „Case Management (CM) in der Schmerz- und Palliativversorgung“ entwickelt einen sektorenübergreifenden Patientenpfad zur ganzheitlichen Begleitung von Patienten und Angehörigen. 2008 erfolgte der Einstieg in die Patientenbegleitung im Bereich Palliativ, Kooperationspartner ist der renommierte Schmerzexperte und Palliativmediziner Dr. Thomas Nolte im Schmerz- und Palliativzentrum Wiesbaden.

Das Projekt startete im Oktober 2007. Ziel ist, in zwei Jahren eine exemplarische Versorgung in Wiesbaden aufzubauen. Das dortige Schmerz- und Palliativzentrum trägt das Projekt, das beta Institut steuert seine langjährige Erfahrung mit sektorenübergreifender CM-Versorgung bei.

Die eigens für das Projekt eingesetzte Case Managerin hat drei Hauptaufgaben:

  • Entwicklung eines durchgehenden Patientenpfads
  • Begleitung von Patienten und Angehörigen
  • Aufbau eines Netzwerks

Case Management (CM)

Der Handlungsansatz CM ist bewusst gewählt, denn hier ist die Arbeit auf der Patientenebene verknüpft mit der systemischen Netzwerkarbeit.

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Individuelle Begleitung auf der Fallebene

Nach konzeptioneller Vorarbeit startete das Modellprojekt im Frühsommer 2008 mit der Begleitung von Palliativpatienten. Der Bereich chronische Schmerzpatienten soll im Projektfortschritt eingebunden werden.

Das Projekt ist den Grundsätzen einer modernen Palliativversorgung verpflichtet: Im Mittelpunkt stehen die Wünsche und das Wohl des Patienten. Schwerstkranke sollen bis zuletzt in ihrer vertrauten Umgebung umfassend und individuell versorgt werden und die verbleibende Zeit möglichst ohne Beschwerden erleben können. Auch die Angehörigen bekommen individuelle Unterstützung, insbesondere auch über den Tod des Patienten hinaus.

Netzwerkarbeit auf der Systemebene

Um dies leisten zu können, ist die Case Managerin als Koordinatorin in einem Netzwerk tätig und hierbei auch für den Aufbau des Netzwerks zuständig. Sie gewinnt Netzwerkpartner, gestaltet die Zusammenarbeit und definiert Schnittstellen. Ziel ist das berufs- und sektorenübergreifende harmonische Ineinanderwirken aller Leistungserbringer: Fachärzte, Hausärzte, Hospizvereine, Physiotherapeuten, ambulante Pflegedienste, Sozialstationen, psychosoziale und psychoonkologische Dienste, Seelsorger, Apotheken etc.

Vorteil in Wiesbaden ist, dass das Schmerz- und Palliativzentrum Wiesbaden bereits seit den 90er Jahren wegweisende Versorgungsstrukturen aufgebaut hat, z.B.

  • das Zentrum für ambulante Palliativversorgung (ZAPV),
  • das HospizPalliativNetz Wiesbaden und Umgebung sowie
  • das Konzept „Integrierte palliative Versorgung (IVP) von Schwerstkranken in der Lebensendphase“.

externer LinkMehr unter www.schmerzzentrum-wiesbaden.de/.

Projektziele sind außerdem,

  • eine für alle Kostenträger und Leistungserbringer passende Dokumentationsform einzuführen sowie
  • Öffentlichkeitsarbeit mit dem Ziel, die ambulante Palliativversorgung in der Öffentlichkeit bekannt und vertraut zu machen.

Kontakt zur Projektleitung Case Management

Carmen Fröstl
Telefon 0821 45054-179
E-Mail carmen.froestl@beta-institut.de